Webstuhlresidenz
In unserer kleinen Webstuhl-Residenz gehen wir vielfältigem Austausch mit anderen Disziplinen, anderen Handwerken und künstlerischen Positionen nach. Die Residenz folgt den Anliegen Looms, Infrastruktur zugänglich zu machen, Wissen zu teilen und die Weberei zeitgenössisch zu verstehen und innovativ zu erweitern.
Während einer Residenz werden kunst- und kulturschaffende Menschen eingeladen, jeweils einen Monat zu Gast im Loom Atelier zu sein. Sie bringen ihre eigene Praxis mit der Arbeit am und um den Webstuhl in Verbindung. Im Fokus stehen das Entdecken von Verbindungen und Reibungsflächen, Experimente rund um Material und Techniken, das Ausloten der Möglichkeiten der Handweberei über andere Zugänge und Momente des Dialogs, welche die Grenzen dieses Feldes neu abstecken.
Zum Abschluss jedes Residenz-Jahreszykluses findet ein öffentlicher Moment statt, der das vielfältig Entstandene, von Fragmenten bis fertigen Stücken, ausstellt. Durch diese kleine Ausstellung treten die Arbeiten miteinander in Resonanz, bekommen Raum und werden allen Interessierten zugänglich gemacht.
Um die Arbeitsaufwände klein zu halten, gibt es keine Möglichkeit, sich auf die Webstuhl-Residenz zu bewerben. Das Residenz-Team lädt für jeden Zyklus 4-6 Menschen ein. Die Webstuhl Residenz wird grosszügig von der IKEA Stiftung Schweiz unterstützt.

Zyklus 2025




Sara Grütter




Nora Lardon
"Ich experimentierte in der Webstuhl Residenz mit Spannung und Entspannung von Kett- und Schussgarn während des Webprozesses. Welche Formen entstehen daraus?
Meine Entwürfe müssen sich den Belastungsgrenzen des Materials anpassen. Das Material formt mit. Das Resultat sind Formen, entstehend aus Idee und Materialwille."




Rosanna Ferahkal
im August 2025
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Nela Weber
im September 2025
nelaweber.ch
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„Während meiner Webstuhl Residenz hatte ich die
Möglichkeit, meine Experimente und die Suche nach Oberflächen, Strukturen und dreidimensionalen Formen in einem neuen Medium weiterzuführen. Ich wählte dabei eine ähnliche Herangehensweise wie in meiner Arbeit mit Ton – ein intuitiver, prozessbasierter Zugang, bei dem ich mich vom Material und seinen innewohnenden Eigenschaften leiten lasse, beobachte und immer wieder adaptiere.“




Karin Salathé
im August 2025
karinsalathe.com
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„Ich stellte zwei Webstücke her - ein Gewebe aus Schafwolle und eines aus feiner Baumwolle. Beide mit einer freien Interpretation von Doppel-Ikat, bei dem die Kett- und Schussfäden vor dem Weben gefärbt werden. Das Muster entzog sich immer mehr meiner Kontrolle und entwickelte einen eigenen Rhythmus.“




Öffentlicher Moment 2025
Ausstellung im November 2025
zu Gast beim Institut für textiles Forschen
Der gemeinsame öffentliche Moment zum Schluss zeigt die Fülle und Unterschiedlichkeit des Entstandenen und schafft die Möglichkeit, dass die Arbeiten miteinander in Resonanz treten. Der Fokus liegt auf dem Verbinden, Erweitern und Zueinander stellen. Auch auf Austausch, dem Beleuchten und dem zeitgenössischen Umgang mit Gewebe. Der öffentliche Moment gibt dem Entstandenen und zum Teil nach der Residenz weiter Verarbeiteten einen wertschätzenden und gewichtigen Raum, um für sich zu stehen - als Fragment oder auch fertige Arbeit.